Der Heilige Gral des Shawn Corey Knowles-Carter

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Allow me to re-introduce hisself: His name is Hov‘. Chief Executive Officer der Plattenfirma Def Jam Recordings, zu dem mittlerweile auch das von ihm gegründete Label Roc-A-Fella Records gehört. Gründer des Modelabes Rocawear, und Macker von niemand geringerem als Mr. bootylicious Beyoncé.

Wenn er also, in tracks wie Public Service Announcement, von sich behauptet er sei: „… , music biz number one supplier … „, ist das nicht übertrieben auf die Kacke gehauen, sondern eine durchaus realistische Selbsteinschätzung. Er hat mehr Nummer-eins-Alben veröffentlicht als Elvis Presley – einfach nur, weil er es kann.

In ein paar Tagen kommt sein neues Album: Magna Carta… Holy Grail.

Bereits auf dem ersten Track wird er von niemand geringem gefeatured als von Justin Timberlake.

Grail – Album Version (Explicit)

„Holy Grail“ ist eigentlich ein viel zu krasses Intro, welches schon allein wegen Everybodys Darling Justin, unter aller Garantie auch vom Mainstreampublikum gefeiert werden wird. Neben Justin, der all’die Dinge singt, die wir Frauen so gerne hören, und’nem fetten Beat kommt der Song zudem mit einer Smells Like Teen Spirit-Hommage um die Ecke. Dieser kurze Nirvana-Part geht natürlich ins Ohr, und bleibt auch dem letzten Großraumdiskothekenspasti im Kopf.

So ein erster Track setzt die Erwartungen an den Rest des Albums hoch. Erwartungen, die in meinem Fall aber leider nicht ganz erfüllt wurden, denn sehr viel wird’s nicht.

Das Jay Z ein sauber produziertes Album vorlegt, kommt nicht wirklich überraschend. Trotzdem hat man beim Hören, mehr als bei den vorgänger Alben, das Gefühl, das der kommerzieller Erfolg hier mehr als sonst bedacht wurde.  Das ist an sich nicht verwerflich, denn nichtsdestotrotz ist Magna Carta… Holy Grail ein weiterer musikalischer Hammer aus dem Hause Carter. Jedoch weicht die „I don’t care WHAT you think about me“- Attitude hörbar dem Wunsch nach Chartplatzierungen. Die poppigen Einflüsse machen das Album nicht weniger gut, machen es aber auch nicht unbedingt besser als The Black Album – welches damit für mich weiterhin das Beste Jay Z Album aller Zeiten bleibt.

But only God can judge him, so I’m gone… und ihr macht euch am Besten selbst ein Bild, denn in ein Jay Z Album zu investieren ist grundsätzlich nie verkehrt!

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